
liebe leserinnen, liebe leser, oft wurde ich schon gefragt, wieso ich das eigentlich mache. meine antwort war: aus spaß an der sache, neue & tolle musik zu entdecken...

das läuft ja wie geschmiert: im winter noch vertrieben uns die allah-las als vorband des vorzeige-tanzschuhs nick waterhouse den herbst-blues. nun, da es bei uns auch endlich wieder grünt, kommen die kalifornier zurück - und die leute reißen sich um die karten für ihre konzerte...

mit ihrem zweiten album »limits of desire« meldet sich das amerikanische quartett small black zurück. man hört es schon bei dem opener »free at dawn«: hier geht es um elektro-pop, der sich immer wieder auf die 80er zurückbesinnt...

nach der trennung von deyarmond edison vor knapp sieben jahren machten sich die bandmitglieder sehr schnell und mit großem erfolg auf zu neuen musikalischen ufern...

kishi bashi veranstalten auf ihrem album »151a« ein wahres streicher-fest. zu einem vollen, breitwandigen orchestersound singt eine präsente, etwas jungenhafte stimme wunderbar naive lieder, und die gesamtsituation erinnert etwas an die unschuld von neil hannon's the divine comedy...

subtile obsession könnte man das paradox nennen, an dessen vertonung the national in den letzten jahren arbeiteten. seit »alligator«, dem album, das sie erstmals einem größeren kreis bekannt machte, kippt ihr begehren nach kontrolllosigkeit schon nicht mehr in offene raserei, die doch von ihren konzerten immer noch nicht wegzudenken ist...

marcus fjellström hat sich dem rauschen verschrieben. auf allen sechs tracks seines »epilogue m« spielt das eigentliche störgeräusch die hauptrolle...

?warum nicht?? ist die große frage, die john barrett ein jahr nach seinem debütalbum mit dem selbstbetiteltem nachfolger stellt. denn wir alle wissen, dass sich selbst ? oder vielleicht auch besonders ? garagenpunkrock-bands im konservativ-reaktionären dogmen-dschungel leidenschaftlich gerne verfangen können: ich möchte niemals so festgefahren sein, dass ich denken würde: ich kann hier keinen bass drauf spielen, weil ich das bisher auch nicht gemacht habe...

auf seinem debüt-album von 1999 feierte jon simons seine liebe zu pink floyd: die harmonie-gesänge und ruhigen akkordfolgen berufen sich glasklar auf die siebziger jahre-psychedelic-pioniere, und geben den songs wärme und ruhe...

vier wochen noch, dann heißt es: 25 jahre - ein vierteljahrhundert uniopenair. eine zeitspanne die mehr als bemerkenswert ist für ein festival, das ehrenamtlich organisiert ist, immer noch den sympathischen do-it-yourself-charakter hat und jedes jahr aufs neue einen sommertag mit unvergesslichen momenten präsentiert...

das do it yourself-label record collective limited wurde ins leben gerufen, um der verkümmernden landschaft der physikalischen musikveröffentlichungen entgegen zu wirken...

einschneidende erfahrungen im leben markieren meist zeitgleich eine phase des neubeginns, die uns nachhaltig prägt und uns als individuen wachsen lässt...

wer sein album mit einem solch offensichtlichen joy division-zitat beginnt, muss sich diese nicht besonders fern liegende entdeckung auch in der ersten zeile gefallen lassen...

manche alben hört man rauf und runter und wundert sich dabei immer wieder, wie hinfällig genrebezeichnungen für sie sind. cocorosies neues album »tales of a grass widow« ist eines davon...

wenn man über festivals redet, dürfen die zwei mütter - rock im park und rock am ring - nicht unerwähnt bleiben. hier bleibt zwar die gemütlichkeit eines indiefestivals auf der strecke, aber wenn man sich einen Überblick über das musikalische jetzt machen will, hat man dort die gelegenheit dazu...

die songs ihres neues albums »homosapien« lesen sich wie die stationen eines lebens, die wohl jeder im laufe seines daseins durchlebt. ob »love & defeat«, »casual success« oder »vertigo« - das in london und sydney beheimatete trio pvt nähert sich auf seiner musikalischen reise dem menschen und den großen und kleinen hürden, die dieser zu bewältigen hat...

ihr habt entschieden! die gewinnerin des diesjährigen bandcontests für das jenseits von millionen festival 2013 steht fest! kristen cudmore alias language arts aus toronto (kanada) hat das rennen gemacht und wird nun am 02...

wie aus den besten tagen des hard rock stammend klingt das selbstbetitelte debütalbum des amerikanischen quartetts the lone crows. mit einer sehr schönen distortion legen die beiden gitarristen tim barbeau (der dazu noch singt) und julian manzara schwere riffs über das solide fundament von schlagzeuger joe goff und bassist andy battcher...

das berliner electropopduo noblesse oblige hat in den letzten jahren einiges erlebt. nicht nur in den clubs der welt waren sie unterwegs, für ihr chansonpopdebüt durften sie auch einige preise einheimsen, allen voran in russland...

am pfingstwochenende lädt der garten der glitterhouse villa wieder zum bleiben ein. fernab von schnödem massen ? festivaltourismus erwartet den geneigten besucher ein liebevoll zusammengestelltes line-up, das schon lange dem etwas angestaubten americana klischee entwachsen ist...