Feed of Posts tagged imfocus at Elbo.ws

Tagged: imfocus

Found 315 posts tagged imfocus:

Ebenso eindringlich wie unaufdringlich

Frontier Ruckus - Dealerships [Official Music Film]
Ein wenig undurchsichtig ist die Band Frontier Ruckus ja schon. Aber egal, die Musiker mit den leicht quäkenden Stimmen aus Michigan sind typische Vertreter des Americana, eines sich vom Mainstream abgrenzenden Genres, das seine Wurzeln im Blues, Folk und Country hat. Musikalisch ist die Band mit einem entspannten Gespür für Melodien wertkonservativ und liefert zu all dem einen schwelgerischen, erwärmenden Soundtrack mit schleppenden, kleinen Hymen. Das neue Album "Eternity Of Dimming" ist ebenso eindringlich wie unaufdringlich. Frontier Ruckus - Dealerships [...]

Die unbändige Leidenschaft ist zum Dogma geworden

The Hot Sprockets - Soul Brother (OFFICIAL VIDEO)
The Hot Sprockets aus Dublin, man hört es immer wieder in ihren Songs, ist eine Band, der die unbändige Leidenschaft zum Dogma geworden ist. Stücke wie die neue Single "Soul Brother" sind paradigmatisch: Immer heiß, immer glühend klingt diese Musik. Immer weiter hinaus ins Meer der Gefühle zerrt sie den Hörer. Dennoch klingen The Hot Sprockets nicht ganz neu: Sie spielen störrischen Rock N’ Roll. Doch das irische Quintett hat etwas, was anderen Gruppen fehlt: Sie sind Deserteure des Blues, den sie - auch hier gibt es Vorbilder wie etwa die Jon Spencer Blues Explosion - mit [...]

Eine genetische Mischung

Manche halten das Quartett Temple Songs aus Manchester für eine genetische Mischung aus Daft Punk und The Stooges. Mit der ersten Single "Passed Caring/Dinosaur Alley" werden Temple Songs dem Anspruch gerecht, in Sachen Pop nie auf der Stelle zu treten, denn ihre Experimentierfreude erinnert auch mal an die schon erwähnten Daft Punk, aber auch an A Flock Of Seagulls oder was weiß ich. Entstanden ist hauptsächlich eine lineare Melodie, das Stück pflügt sich stoisch durch Harmonie und Beats, ist sehr kommerziell, das aber auf hohem Niveau. Temple Songs - Passed Caring [...]

Tanzbar, charmant

Tullycraft - Lost in Light Rotation
Das ist nun nicht gerade ein schmeichelnder Titel für ein Album: "Lost In Light Rotation " heißt das neue Werk von Tullycraft . Das klingt nicht nach Neubeginn, sondern nach bösem Ende, nach einem bitterbösen Ende. Trotzdem ist das Album ein Harmonie-Gewitter, ein Emotions-Donner der ganz speziellen Art. Indiepop, wie er zeitloser kaum sein kann - was sehr britisch klingt und dennoch aus Seattle kommt. Tanzbarer, charmanter Indie-Pop aus Übersee. Tullycraft - Lost in Light Rotation [...]

Verkopftheiten sind zu befürchten

Thee Oh Sees - "Toe Cutter - Thumb Buster"(Official Music Video)
Thee Oh Sees aus San Francisco passen weiterhin in kein Schema, weil sie sich stets ihre Unberechenbarkeit erhielten. So auch auf dem neuen Album "Floating Coffin". Die Gruppe um John Dwyer beherrscht ein musikalisches Spektrum zwischen perfekt instrumentierten Garagen-Folk-Balladen und amerikanischem Noise-Rock. Nur die Texte machen keine Sprünge, sie bleiben fernab von Diskurs-Pop, von ungeschönter, metapherfreier Ehrlichkeit und Direktheit. Verkopftheiten sind dehalb zu befürchten. Melodiös wie schnörkellos wird sich durch die Indie-Geschichte gespielt, schwungvoller Gitarrenpop wechselt sich mit sphärischem Harmonien und smartem Noise. Und man kann es drehen und wenden: Aus dem Ohr bekommt man diese [...]

Aus kleinen Teilen baut man sich was Großes

Hundred Visions "Where Do I Sign"
Manchmal ist musizieren wie Legospielen. Aus kleinen Teilen baut man sich was Großes. Die Texaner Hundred Visions nehmen rohen 60s-Sound und Garagen-Punk und knallen uns das Ergebnis um die Ohren. Die Band aus Austin um Songwriter und Sänger Ben Maddox schärft die Kanten seiner Songs: Das erste Album "Permanent Basemen" entstand fast in Eigenregie, schält von den eh schon rohen Gitarren-Rock-Stücken reichlich Klangfleisch ab. Nun stehen sie nackt und sehr schön da. Hundred Visions - Where Do I Sign [...]

Die Vorliebe für Vox-Gitarren und jaulende Orgeln

Surly Gates - "Pisces"
Bei uns auf Hey Tube tauchen ja reihenweise Sixties-Bands auf, die obskure Musik ans Tageslicht befördern. Am Garagen-Punk und LSD-geschwängerten Psychedelic-Sound von Gruppen wie Love, 13th Floor Elevators oder gar Ten Years After orientiert sich die texanische Band Surly Gates . Mit ihrem trashigen Sixties-Psych-Surf-Acid-Rock füllt der Fünfer aus Austin zwar noch kein ganzes Album, aber eine erste, selbstbetitelte EP ist draußen. Darauf ist die Vorliebe für Vox-Gitarren, jaulende Orgeln und Hymen wie "Pisces" und "March Of The Fur Creatures" als abgefahrene Mixtur zu hören. Surly Gates - Pisces [...]

Quietsche-Entchen stehen unter Halluzinogenen

DEAD GAZE - I FOUND THE ENDING
Im Gepäck haben Dead Gaze um Mastermind Cole Furlow nicht nur das neue, selbstbetitelte Album, so etwas wie ein Best-Of, sondern auch ein Füllhorn, das vor Songideen überquillt: Fäden von Buzzcocks, Flaming Lips, Cloud Nothings, White Fence und Ty Segall werden aufgenommen. So pendeln die Stücke zwischen kristallklarem Gitarren-Pop und schroffen Lärmattacken. Quietsche-Entchen stehen unter Halluzinogenen, verspielte Figuren singen auf psychedelischen Substanzen - natürlich alles rein musikalisch gesehen, wobei sich die musikalische Richtung wie zeitgeraffte Wetterkapriolen im April dreht und sich kuschelige und kratzbürstige Sounds, zuckersüße Melodien und experimentelle Tollwut, Naivität und Abgeklärtheit duellieren. [...]

Sich ohne Scham in den Gemeinplätzen des Pop suhlen

The Tunics - Persian Sun
Zum dritten Mal schon suhlen sich die Briten The Tunics ohne Scham in den Gemeinplätzen des Pop, die man spätestens seit dem Ende der 80er abgegrast wähnte. Ironie oder Ernst: The Tunics betrachten den Pop von seiner flauschig-süßesten Zucker-Seite: Mit flotten Hopsern und silbrig glitzernden Melodien verortet sich das Quintett irgendwo zwischen Libertines, Michael Bolton und den Pixies. Das wäre unbesehen ganz schrecklich, hätte die Band um Frontmann Joe Costello nicht immer wieder radiokompatible Ohrwürmer im Gepäck. Auf der anderen Seite bemühen sich die Wahl-Berliner auf ihrem zu erwartenden Drittwerk noch mehr als auf ihrem Debüt [...]

Verschleppt, träumerisch und etwas verspielt

WOODLANDS - HOUSEBUILDING
Klar zu trennen ist es nicht, welches Genre, welche Richtung die Band Woodlands verfolgt. Zu groß ist die Schnittmenge des Trios aus Stockholm, denn viele Elemente beziehen sich auf Folkrock, Noise und Retro. Das aktuelle, selbstbetitelte Debüt-Album kommt verschleppt, träumerisch und etwas verspielt daher, besticht durch einen ausbalancierten Sound zwischen modernem amerikanischen Country, britischem Folk und einer Schwermut, wie man sie hier nicht vermutet. Hektik sucht man vergebens, so überraschen die Schweden mit ein paar Ausflügen in den Rock. Als etwaigen Eindruck stelle man sich vielleicht ein Aufeinandertreffen von Jefferson Airplane, Wye Oak und den [...]

Back-To-Basics Rock ‘n’ Roll

Burning Jet Black - Bleeding Heart (Official Video)
Es muss nicht immer das fulminante Debütalbum sein, mit dem eine Band die Welt im Sturm erobert, um dann an den eigenen Vorgaben zu scheitern. Burning Jet Black gingen bislang den beschwerlicheren Weg des sich langsam Hocharbeitens. Mit teilweise klassisch Songs, durch denen gradliniger Alternative-Rock im Geist von den Strokes, den Foo Fighters oder den Stones weht. Nicht von ungefähr bietet ihre brandaktuelle, erste EP "The Modern Egotist" einen gekonnten Spagat zwischen schweißtreibendem Saitengeschrubbe, Trommel-Geprügel und Back-To-Basics Rock 'n' Roll. Dazu passt auch, dass die Band aus Los Angeles den Breitwand-Stadion-Song "Waiting For Tomorrow" spielt. [...]

Stimmungen entstehen, die sich nicht auflösen, sondern sich immer weiter entwickeln

Janne Schra - Speak Up (official video)
Janne Schra aus den Niederlanden ist in einer Sparte unterwegs, in der es viel Konkurrenz gibt: Es geht um Singer-Songwriter-Pop mit folkigen Einflüssen aus der Ecke der harmonischen Joni Mitchell. Janneke Maria Ali Schra, wie sie eigentlich heisst, hat ihre Songs ganz in den Dienst ihrer zarten Melodien und ihrer hellen Stimme gestellt. Sie reiht einzelne Motive aneinander, lässt Stimmungen entstehen, die sich nicht auflösen, sondern sich immer weiter entwickeln. Kann sein, dass ein Song mit einer einsam gezupften Gitarre anfängt und mit einer rockigen Wand aus Sound endet. Janne Schra - [...]

Für die sanften Momente im Leben die perfekte Beschallung

Fryars - On Your Own
Piano, sowie die hauchende unberührte Stimme des Briten Benjamin Garrett als Fryars bestimmen die Musik zwischen Vaudeville, Soul-Pop und ätherischen, meist minimalen Klängen. Es sind Songs voller Intensität, Schönheit und Liebe zum Detail. Stücke, die man umarmen möchte wie das schöne Cover der neuen Bubblegum-Single "On Your Own". Das ist zwar alles nicht revolutionär, aber schön anzuhören und für die sanften Momente im Leben die perfekte Beschallung. Da kann man guter Dinge sein - in Erwartung des kommenden Albums. Fryars - On Your Own [...]

Klangästhetik

Nimmo & The Gauntletts - Change (Directed by Agyness Deyn)
Die von Jazz, Folk, Dub, Pop und Punk sozialisierten Briten Nimmo And The Gauntletts servieren ihre Klangtumulte dezent, zugunsten ausformulierter Songstrukturen und gar ambientischer Ruhe. Wendungsreich, aufregend sowie unvorhersehbar bleiben die Tracks zwischen den schon genannten und wahnwitzigen Genres. Ihre spröde, melancholische, auf verlangsamten Beats und Dub-Samples basierende Klangästhetik ist sonst nirgends zu orten. Unterschwellig, aber unöberhörbar lässt sich eine Prise um die namensgebene Sarah Nimmo auch in der Musik scheinbar genrefremder Künstler wie The Kooks ausmachen. Und umgekehrt. Hier das neue Video. Nimmo And The Gauntletts - Change [...]

Eine unverrückbare Konstante

Christopher Owens - "Here We Go" (Official Music Video)
Cristopher Owens ist eine unverrückbare Konstante: Kein Hype und kein gerade hippes Genre beeinflussen den Sonnyboy und Mastermind der Band "Girls" aus San Francisco. Und alles mit einem wunderbaren, hellhäutigen Engelsgesicht - die Haarpracht an Kurt Cobain erinnernd - changiert der Sänger und Songwriter stimmlich gekonnt irgendwo zwischen Elliott Smith, Jonathan Richman und den Beatles. So hat sein erstes Solo-Album "Lysandre" durchaus seine prägnanten Momente. Gitarre, Piano und ein paar Drums reichen ihm für ungemein sympathische, aufrichtige und liebevolle Songs, wobei Owens seine jugendliche Naivität und die ewige Neugier nicht verloren hat. Deshalb kann man dem [...]

Retro und etwas altbacken

Cold Pumas - The Sensible Thing
Die Cold Pumas passen ganz vorzüglich in die Musikszene des Seebades Brighton, woher auch z.B. British Sea Power und Kooks stammen. Ein erstes Album veröffentlichte die britische Formation, das Werk "Persistent Malaise", das nur bedingt den Zeitgeist trifft. Griffige Melodien, schnelle Songs, dunkle Untertöne und geschliffene Riffs sorgen immer wieder für Vergleiche mit Blondie oder The Stone Roses. So setzen die Briten diese Tradition fort. Wer in den von Elektronik durchzogenen Tracks mit Indie-Pop-Charakter den Einfluss von Joy Division hört, liegt ganz richtig. So klingen Cold Pumas retro und etwas altbacken. [...]

Klischeeartig

Silversun Pickups - The Pit [Rehearsal Video]
Großes haben die Silversun Pickups für die Musik zumindest in den USA geleistet: Mit dem Debüt-Album "Carnavas" spielte die Band ein Werk ein, das dort zu den meistverkauften Indieplatten aller Zeiten zählt. Nun hat sich der Vierer aus Los Angeles Zeit für das neue Album "Neck Of The Woods" genommen, das würdevoll und ausgeruht zwischen wärmenden Soundscapes und unaufdringlichen Pop-Rock-Songs schwebt und dabei hinken die Kalifornier leider dem Kunst-Anspruch und dem Vorgänger-Album oft hinterher: zu klischeeartig sind die Rockriffs, zu banal die Texte - und man hört es ihnen an, dass auf ihren Schultern viel [...]

Wie geschnitten Brot

The Belle Game - Wait Up For You
Es gibt Musik, die verkauft sich wie geschnitten Brot - und keiner weiß so wirklich, warum. Nicht, dass die Band The Belle Game nun mit einer ollen Semmel in einen (Brot-)Korb geworfen werden soll: Aber warum das Publikum sich um diese Dark-Pop-Noise-Orchestral-Indi e-Pop-Gypsie-Melange balgt, versteht allenfalls der Musik-Gott. Die fünf Musiker aus Vancouver in Kanada haben Fähigkeiten als Musiker, Mixer und DJ's, räubern im Indie-Rock, Pop, Noise und in der Darkmusik, lieben Rhythmus-Gewitter genauso wie melancholische Balladen und erinnern zuweilen an Broken Social Scene und Arcade Fire. Ihre vielfältigen Künste sind auf dem Debüt-Album "Ritual Tradition Habit" [...]

Melodisch, aber kein Radio-Rock vom Reißbrett

Purling Hiss "Mercury Retrograde"
Manche kommen vielleicht einen Takt zu spät, wenn es an die großen Fleischtöpfe der Plattenindustrie geht. So geht es auch Purling Hiss . Die Band aus Philadelphia hat schon mehrere beachtliche Platten aufgenommen. Zwischen Musiklust und Plattenfirmenfrust - eines ist mal sicher: Live-Auftritte des Trios machen gehörig Spaß. Bass, Schlagzeug und Gitarre reichen dafür voll und ganz. Rockig klingen sie, aber nicht gedroschen. Melodisch, aber kein Radio-Rock vom Reißbrett. Und das neue Album "Water On Mars" bringt alles auf den Punkt: Musik, die zwischen The Cars und Dinosaur Jr einzuordnen ist. Purling [...]

Singende Stadtneurotiker

Summer Skin - Teen Girl Scientist Monthly
Das Sextett Teen Girl Scientist Monthly gehört zur Garde der neuen, blutjungen Indiepop-Hoffnungen, die mit melodischen Songs zwischen Dance, Post-Punk und Wave nur so um sich schmeißen. Aber: Die Jungs und Mädels, die allesamt meist so aussehen, als würden sie noch jeden Morgen von Mama gekämmt, kommen nicht aus London, sondern aus New York. Nun haben Teen Girl Scientist Monthly mit "Modern Dances" ein erstes Album veröffentlicht. Musikalisch ist das alles nicht ganz so spektakulär: Etwas nervöser Indie-Pop. Singende Stadtneurotiker halt. Teen Girl Scientist Monthly - Summer Skin [...]
Page   1 2 3 4 5 6 7 8 ... 15 16 Next >